Hochzeitssuppe

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Ich kenne Leute, die behaupten, das Beste an einer Hochzeit sei das Essen… Die haben doch keine Ahnung. Aber ich muss zugeben, das Essen ist natürlich meistens nicht schlecht. Darum gibts heute eine feine Hochzeitssuppe für zu Hause, ganz ohne Hochzeit. Diese Abart der schwäbischen Flädlesuppe wird gepimpt mit Grießklößchen und Maultäschchen. Perfekte Kombi. Es ist zwar etwas aufwendiger, aber ein schönes Essen für Gäste, weil man es entspannt vorbereiten kann. Die Flädle und die Klößchen einfach einige Stunden vorher machen und im Kühlschrank zwischenlagern. Vor dem Servieren in der heißen Gemüsebrühe ein paar Minuten ziehen lassen.

Als Vorlage diente ein Rezept aus Deutschland Vegetarisch von Stevan Paul und Katarina Seiser. Meine kleinen Änderungen: In die Gemüsebrühe habe ich sehr fein geschnittene Karotte und Lauch gegeben. Bei Stevan kommen noch grüner Spargel, Kohlrabi, Schnippelbohnen und Erbsen dazu – das war mir ehrlich gesagt zu viel Arbeit, vielleicht beim nächsten mal.  Auch den Eierstich habe ich weggelassen. Und stattdessen, nachdem die Fotos gemacht waren, kleine (gekaufte) Suppenmaultäschchen reingeschmuggelt. Weil sie nicht selbst gemacht sind (ich brauche unbedingt endlich einen Fleischwolf!) hab ich sie zensiert, aber ihr könnt es euch sicher vorstellen.

Übrigens finde ich es am schönsten, wenn die Flädle wirklich fein geschnitten und die Klößchen kleine Bällchen werden. Beim ersten Versuch ist mir das noch nicht so gut gelungen, vielleicht könnt ihr den Unterschied auf den Fotos erkennen (runder vs. eckiger Teller).

Ich hab zwar keinen Lieblingslöffel aber ich möchte mit dem Süppchen trotzdem am aktuellen Kochtopf-Event teilnehmen, dass in diesem Monat von Petra vom Blog Obers trifft Sahne ausgerichtet wird (ich liebe den Banner).

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Zutaten für 4 Personen: (bei uns blieb nur ein Teller übrig – perfektes Mittagessen für den nächsten Tag)

  •  1,2 l Gemüsebrühe
  • 1 Möhre
  • 4 cm Lauch

Für die Grießklößchen:

  • 250 ml Milch
  • 30 g Butter
  • Salz
  • 100 g Weichweizengrieß
  • 1 Ei (M)
  • Öl zum Bepinseln

Für die Flädle

  • 50 ml Milch
  • 1 Ei (M)
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 20 g Mehl (Typ 405)
  • Salz
  • einige Halme Schnittlauch

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Zubereitung:

1.  Für die Grießklößchen die Milch und Butter mit einer Prise Salz aufkochen. Vom Herd ziehen und Grieß einrühren. Zurück auf den Herd stellen und rühren, bis sich ein Kloß gebildet hat. Kloß in eine Schüssel geben und 2 Minuten abühlen lassen. Ei verquirlen, rasch unterrühren.

Erkalten lassen und mit befeuchteten Händen kleine Bällchen formen. Grießklößchen 10 Minuten in siedendem Salzwasser garen. Herausnehmen und auf einem mit Öl bepinselten Teller beiseite stellen.

2. Für die Flädle Milch, Ei und 1 EL Öl verquirlen. Mit dem Mehl glatt rühren und salzen. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und unter den Teig rühren. In einer großen beschichteten Pfanne in 2 EL heißem Öl aus dem Teig einen Pfannkuchen goldbraun backen. leicht abkühlen lassen, noch warm aufrollen und abgedeckt beiseite  stellen.

3. Gemüsebrühe aufkochen. Klein geschnittenes Gemüse zugeben, zugedeckt 2 Minuten erhitzen. Flädle in feine Scheiben schneiden und zusammen mit den Flädle (und Maultäschchen) zur Suppe geben.

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4 Thoughts on “Hochzeitssuppe

  1. Support on 06/04/2014 at 17:59 said:

    zartes süppchen, samt fotos. Und die Idee mit dem Tablet im Hintergrund. Hammer!

  2. Mit oder ohne Hochzeit, dass ist eine sehr schöne Suppe. Und Suppen machen wirklich oft mehr Arbeit als man denkt 😉

  3. Pingback: Blog-Event XCVII – Lieblingslöffelessen – Zusammenfassung – 1x umrühren bitte aka kochtopf

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